Das Buch Henoch

Dokumentation eines der wichtigsten und umstrittensten heiligen Texte, die je geschrieben wurden:
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Das Buch Henoch gehört zu den ältesten jüdischen religiösen Schriften außerhalb der kanonischen Bibel. Seine frühesten Abschnitte, insbesondere das Buch der Wächter, werden von Wissenschaftlern auf das 3. Jahrhundert v. Chr. datiert — was Teile dieses Textes älter macht als mehrere Bücher, die in die Hebräische Bibel aufgenommen wurden, wie wir sie heute kennen. Während der Zeit des Zweiten Tempels wurde es weithin gelesen, tief respektiert und von jüdischen Gemeinschaften im gesamten alten Nahen Osten als maßgebliche Schrift behandelt. Der Brief des Judas im Neuen Testament zitiert ihn direkt. Die frühen Kirchenväter bezogen sich darauf. Und 1947 wurden mehrere aramäische Fragmente des Buches Henoch unter den Schriftrollen vom Toten Meer gefunden — was bestätigt, dass es in den Jahrhunderten rund um die Geburt des Christentums aktiv zirkulierte.

Trotzdem wurde es aus dem Kanon der meisten Bibeln der Welt entfernt. Die Gründe sind zu gleichen Teilen theologischer und politischer Natur. Das Buch Henoch benennt die gefallenen Engel einzeln. Es beschreibt ihre Bestrafung in präzisen Begriffen. Es präsentiert einen funktionierenden göttlichen Rat — eine Hierarchie himmlischer Wesen mit spezifischen Namen, Rollen und Zuständigkeiten. Es führt die Figur des Menschensohnes ein, der auf einem Thron der Herrlichkeit vor dem Hochbetagten sitzt, eine Figur, deren Beschreibung Jahrhunderte später in den Evangelien widerhallen würde, deren Ursprung jedoch im Neuen Testament selbst nie erklärt wird. Und es stellt kosmisches Recht über institutionelle Autorität — das Gericht im Buch Henoch fließt nicht durch Priester oder Tempel, sondern durch die Architektur des Universums selbst. Das Buch überlebte in vollständiger Form nur in einer Tradition: der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche, die es nie aus ihrem Kanon entfernte. Die äthiopische Version — bekannt als 1 Henoch — ist der primäre Text, der heute von Wissenschaftlern und Forschern verwendet wird. Er ist in fünf Hauptabschnitte gegliedert: das Buch der Wächter, das Buch der Gleichnisse, das Astronomische Buch, das Buch der Traumvisionen und die Epistel Henochs.

Die Wächter

"In der Zeit vor der Sintflut, als noch eine dichte Wol­kendecke unseren Planeten umhüllte und vor der schäd­lichen Strahlung der Sonne schützte, als die Menschen noch hunderte von Jahren alt wurden, lebte der Prophet HENOCH. HENOCH war der erste, von dem wir wissen, daß er im Dienste der »Wächter des Himmels« stand, die ihn beauftragten, die Menschheit vor der nahenden Flut zu warnen. Er aber schrieb alles auf, das, was ihn die Wächter des Himmels lehrten und das, was er sah, als er von ihnen hinaufgehoben wurde in die himmli­schen Regionen. Sein Buch enthielt die gesamte Weis­heit seiner Zeit und wurde von seinen Nachkommen wie ein Schatz gehütet. Noah, der sein Enkel war, nahm es mit auf die Arche, und so ist es uns erhalten bis auf den heutigen Tag. HENOCH aber schrieb:

»Als ich 365 Jahre alt geworden war, war ich an einem Tag des zweiten Monats allein zu Hause... Da erschie­nen mir zwei sehr große Männer, die ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihre Au­gen wie brennende Fackeln; aus ihrem Mund sprühte Feuer; ihre Kleidung und ihr Gewand waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten mei­nes Bettes und riefen mich mit Namen. Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann ver­neigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die beiden Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte Dich nicht! Der Ewige Herr hat uns zu dir gesandt, du sollst mit uns heute in den Him­mel gehen. Gib deinen Söhnen und deinem Gesinde An­weisung für das, was sie in deinem Hause tun sollen!

Keiner aber soll dich suchen, bis der Herr dich wieder zu ihnen führt...

Sie aber trugen mich in den Himmel hinein. Ich trat ein, bis ich mich einer Mauer näherte, die aus Kristallsteinen gebaut und von feurigen Zungen umgeben war; und sie begann, mir Furcht einzujagen. Ich trat in die feurigen Zungen hinein und näherte mich einem großen, aus Kri­stallsteinen gebauten Haus. Die Wände jenes Hauses gli­chen einem mit Kristal Itafein getäfelten Boden, und sein Grund war Kristall. Seine Decke war wie die Bahn der Sterne und Blitze, dazwischen feurige Cherube, und ihr Himmel bestand aus Wasser. Ein Feuermeer umgab sei­ne Wände, und die Türen brannten vor Feuer.

Da war ein anderes Haus, größer als jenes; alle seine Türen standen offen. In jeder Hinsicht, durch Herrlichkeit, Pracht und Größe zeichnete es sich aus. Sein Boden war von Feuer; seinen oberen Teil bildeten Blitze und kreisende Sterne, und seine Decke war loderndes Feuer...

Und sie nahmen mich fort und versetzten mich an einen Ort. Ich sah die Örter der Lichter, die Vorratskammern der Blitze und des Donners. Ich sah die Mündung aller Strö­me der Erde und die Mündung der Tiefe. Ich sah den Eck­stein der Erde, und ich sah die vier Winde, die die Erde und die Feste des Himmels tragen. Ich sah die Winde der Himmel, die die Sonnenscheibe und die Sterne bewegen und herumschwingen. Ich sah die Winde, die die Wolken über der Erde tragen; ich sah die Wege der Engel, und ich sah am Ende der Erde die Himmelsfeste über der Erde.«         

Es fällt uns nicht schwer, insbesondere im Vergleich mit den Berichten auf den folgenden Seiten, hier die Be­schreibung eines Kontaktes mit Außerirdischen in bib­lischer resp. vorbiblischer Sprache zu entdecken.

Zwei »himmlische Boten« holen HENOCH ab, bringen ihn in ein gelandetes Raumschiff, von den »Flammen« seines nachtleuchtenden Kraftfeldes umgeben. Er tritt in die »Kristallglocke«, sieht, wie sich das Schiff in den Himmel erhebt, sieht andere Schiffe (»Cherube«). Dann erreicht der Zubringer das riesige Mutterschiff. HENOCH erkennt seine geöffneten Hangars und wieder das leuch­tende Kraftfeld. Sie zeigen ihm die Erde aus dem Welt­raum. Dann bringen sie ihn zum Kommandanten des Schiffes, »die große Majestät. Ihr Gewand war glänzen­der als die Sonne und weißer als lauter Schnee«. Diese aber spricht zu HENOCH:

»Fürchte Dich nicht, Henoch, denn Du bist ein recht­schaffener Mann und Schreiber des Wahren. Komme zu mir und höre meine Stimme...« Der Kommandant gibt Henoch zwei Botschaften: Eine für die gefallenen »Wäch­ter des Himmels«, die unerlaubterweise in die Evolution des Planeten eingriffen und sich mit den Menschentöchtern paarten und eine zweite für die Menschheit selbst:

»In jenen Tagen wird Strafe über die Erde kommen vom Herrn der Geister, und Er wird öffnen alle Kammern des Wassers, die da oben im Himmel sind. Und all die Was­ser werden sich vereinigen mit den Wassern auf der Erde, und eine große Flut wird über all jene kommen, die auf der Erde leben, weil sie die Geheimnisse gelernt haben von den (gefallenen) Engeln, und all die Gewalt­tätigkeit des Satans und all ihre Kräfte, selbst die ge­heimsten, und all die Kräfte jener, die Zauberei prakti­zieren und die Kraft der Hexerei und die Kraft jener, die geschmolzene Bilder für die ganze Erde anfertigten und ihnen zeigten, wie Silber aus dem Staub der Erde ge­schaffen wird und woher das Metall kommt... wegen der Unrichtigkeit ihres Urteils, das vor mir nicht länger verborgen bleiben konnte und wegen ihrer Zauberei sol­len sie zerstört werden.«

Betrachten wir die Berichte heutiger »Kontaktler«, so wiederholt sich auch der Kern ihrer Botschaft: Die War­nung an die Menschheit, daß ihr ungekonnter Einsatz von Technologie, zu der ihr eigentlich die ethische Rei­fe fehlt, zu ihrem Untergang führen könnte. Damals wur­de dies noch als »göttliche Strafe« interpretiert, heute wissen wir, daß jede Handlung ihre Wirkungen hat und daß kein »strafender Gott« mehr nötig ist - wir nehmen das schon selber in die Hand.

Immer wieder, so scheint es, haben die »Wächter des Himmels«, die »Söhne und Töchter Gottes« die Recht­schaffenen auf der Erde - jene, die nach den Gesetzen der Schöpfung lebten - kontaktiert und vor Gefahren gewarnt. Drei Männer erschienen ABRAHAM an der Eiche von Mamre und kündigten die Zerstörung Sodoms und Gomorrhas an. Zwei »Engel« suchten Lot in Sodom auf und retteten ihn und seine Familie vor der Zerstörung der Stadt. Jakob beobachtete die »Himmelsleiter«, auf der »Gottes Engel« auf- und niederstiegen - in ein ge­landetes Raumschiff? Moses sprach zu Gott in der »Feu­erwolke«, und eine Feuer- und Wolkensäule führte das Volk Israel an beim Auszug aus Ägypten. Den Durchzug durch das Rote Meer, angeführt von eben jener Feuer­säule, können wir im Lichte der heutigen UFO-Forschung sehr leicht erklären: Das Kraftfeld des Raumschiffes hat das Rote Meer geteilt. In Exod. 13,21 heißt es, daß die­se »Säule« bei Nacht aus Feuer, bei Tag aus Wolken be­stand, genauso, wie die UFOs aufgrund ihres lonisati- onseffektes bei Nacht leuchten. Im 2. Buch der Könige, 2,11, lesen wir, wie Elias in den Himmel entrückt wurde: »Während sie noch miteinan­der gingen und sprachen, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide. Elias stieg im Sturmwind zum Himmel empor.«

Viele UFOs leuchten bei Nacht feurig oran­ge und ihr Kraftfeld ist spürbar als ein »Wind«. Jonas schließlich wur­de in den Bauch eines »Walfisches« aufge­nommen, bevor er den Auftrag erhielt, die Be­wohner von Niniveh vor der drohenden Strafe Gottes zu warnen, soll­ten sie ihr sündhaftes Tun nicht beenden. Am Beispiel Ninivehs se­hen wir, daß Prophetie durchaus auch nützlich sein kann. Das Volk von Niniveh hörte die Warnung, ging in sich und begann, wieder nach den göttlichen Gesetzen zu leben. Das Straf­gericht wurde abgeblasen - sehr zum Gram des Pro­pheten, der glaubte, eine falsche Voraussage gemacht zu haben. Wir sollten dieses Beispiel immer im Hinter­kopf behalten, wenn wir die Warnungen unserer außer­irdischen Freunde in den folgenden Kapiteln lesen: Sie alle sind Mahnungen. Es geht darum, welche Auswir­kungen unser Handeln haben könnte, wenn wir es nicht ändern. Gehen wir bewußt damit um, ändern wir unser Handeln und annullieren damit die Ursache, bleibt die Wirkung zumindest in dem prophezeiten Umfang aus."

Buch: "UFOs: Die Kontakte" von M. Hesemann

https://solarisweb.at/informationen-fuer-bewusste-menschen-archiv/771-henoch-und-elias-werden-in-der-endzeit-wiederkommen