ADAM und EVA - Rätsel gelöst!
Die Geschichte von Adam und Eva hat die Juden und Christen seit Tausenden von Jahren begleitet und nur wenige verstehen den Sinn dieser Stelle aus dem Buch Mose (Genesis 3).
Zuerst lest die Zeilen aus dem Buch Genesis und erfahrt dann, was sie tatsächlich bedeuten:
2. Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten?
3. Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; 4. aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esst nicht davon, rührt's auch nicht an, dass ihr nicht sterbt.
5. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben;
6. sondern Gott weiß, dass, welches Tages ihr davon esst, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.
7. Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.
8. Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürze.
9. Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Bäume im Garten.
10. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?
11. Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
12. Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?
13. Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich aß.
14. Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, dass ich aß.
15. Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang.
16. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
17. Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.
18. Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Leben lang.
19. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. 20. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
21. Und Adam hieß sein Weib Eva, darum dass sie eine Mutter ist aller Lebendigen.
22. Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fellen und kleidete sie.
23. Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist geworden wie wir; er erkennt Gut und Böse (kann sich fortpflanzen)!
24. ER vertrieb Adam/Eva aus dem Paradies (die Freude Gottes) und stellte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
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Paramahansa YOGANANDA:
"Mann und Frau waren die zu Körpern verdichteten Ausdrucksformen göttlicher Weisheit und göttlichen Gefühls. Mann und Frau hatten am Anfang dieselbe Macht wie Er und konnten allein durch geistige Kraft (im Astral) Wesen erschaffen. In der Bibel als "ADAM und EVA" bezeichnet, waren sie also von Ihm ermächtigt worden, sich zu vermehren und unendlich viele Wesen zu schaffen. Wie mein Guru Sri Yukteswar erklärte, führte die Kraft des Bösen EVA in Versuchung die Frucht (Geschlechtsgenuss) mitten im Garten (Körper) zu essen. Gott hatte den ersten Menschen gestattet, sich aller Sinneswahrnehmungen am Baum des Lebens (= Chakren in der Wirbelsäule) zu erfreuen, mit Ausnahme der rein sexuellen Befriedigung des untersten Chakras inmitten des körperlichen Gartens."
Anmerkung: Die "Schlange", die weibliche Erdlinge schwängerte, war Luzifer (ENKI), der mit Menschenfrauen sexuell verkehrte, seine Tochter war EVA (Titi), die seinen Sohn ADAM (Adapa) verführte, der "Apfel" war der sinnliche Kuss)!

aus dem Buch: "Das verschollene Buch ENKI" von Z. Sitchin
"Wenn das Gefühl (EVA) im Menschen vom Geschlechtstrieb überwältigt wird, unterliegt auch die Vernunft (ADAM). Der Geschlechtstrieb ("Erbsünde") ist das trügerische Gegenstück zur Freude Gottes. Wenn die Lust an die Stelle der Liebe tritt, entfernt man sich vom göttlichen Bewusstsein - von der Erkenntnis, dass man selbst GEIST ist: ewig bestehende, ewig bewusste, ewig neue Freude."
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Diese sog. "Erbsünde" (Geschlechtstrieb) zieht den Menschen immer wieder hinein in den Kreislauf von Geburt und Tod. Im Buddhismus werden diese Zusammenhänge besonders gut erklärt:
"Lebensrad" = "der Zyklus weltlicher Daseinszustände"
Rad des Werdens; Sanskrit: Bhava-cakra; tibetisch: srid pa 'khor lo)

Im Außenring des Lebensrades sind die verschiedenen Daseinsfaktoren dargestellt, die das Leben jedes Menschen bestimmen. Sie werden als zwölf Glieder (nidana) einer Kette beschrieben, die den Menschen immer wieder hineinzieht in den Kreislauf von Geburt und Tod. Jedes der zwölf Glieder ist nicht alleinige Ursache, sondern eine von mehreren Bedingungen dafür, dass das nächste Glied entsteht:
1) Blindes Weib = "Unwissenheit" (avidya)!
2) Töpfer = "karmische Bildkräfte" (samskara)
3) Affe = "Bewusstsein" (vijnana)
4) Zwei Menschen in einem Boot = "Geistkörperlichkeit" (nama-rupa)
5) Haus mit sechs Fenstern = "Sechs Sinne" (sadayatana)
6) Liebespaar = "Berührung" (sparsa) – Sinnlichkeit (Erotik)
7) Pfeil, der das Auge eines Mannes durchbohrt = .Empfindung., .Gefühl.(vedana)
8) Trinker, der von einer Frau bedient wird = "Begierde, "Durst" (trsna)
9) Mann, der Früchte sammelt = "Anhaften" (upadana)
10) Geschlechtsverkehr = "Werden" (bhava)
11) Gebärende Frau = "Geburt" (jati)
12) Mann, der einen Leichnam auf dem Rücken trägt = "Tod" (marana)
- Unwissenheit (avidya; Tib.: ma-rig) ist hier durch ein blindes Weib (denn avidya ist weiblichen Geschlechtes), das sich mit einem Stock tastend fortbewegt, dargestellt. Auf Grund seiner geistigen Blindheit irrt der Mensch durchs Leben und macht sich eine illusorische Vorstellung von sich selbst und der Welt, der zufolge sein Wollen auf Unwirkliches gerichtet ist und seinen Charakter, diesem Wollen, Begehren und Vorstellen entsprechend gestaltet.
Diese Gestaltungstätigkeit (samskara; Tib.: hdu-byed) wird treffend veranschaulicht durch das Bild eines Töpfers. So wie der Töpfer die Formen der Töpfe gestaltet, so formen wir unseren Charakter und unser Schicksal, oder richtiger, unser Karma, durch unsere Taten in Werken, Worten und Gedanken. Samskara ist hier wollendes Wirken, gleichbedeutend mit cetana (Wille) und karma (wirkende Tat) zum Unterschied von Samskara-skandha, der Gruppe geistiger Gestaltungen, die als Resultat jener Willensakte zu neuem Wirken Anlass geben und zum aktiven Prinzip, zum richtunggebenden Charakter eines neuen Bewusstseins werden.
Denn Charakter ist nichts anderes, als die durch wiederholte Taten gebildete Tendenz unseres Wollens. Jedes Tun hinterlässt eine Spur, einen durch den Vorgang des Gehens entstandenen Pfad, und wo immer ein solcher einmal begangener Pfad besteht, dort finden wir, wenn eine ähnliche Situation eintritt, unseren natürlichen Ausweg, die Richtung, die wir spontan einschlagen. Dies ist das Gesetz der fortwirkenden Tat, das Karma, das nichts anderes ist als das Gesetz der Bewegung in der Richtung des geringsten Widerstandes, d. h. des bereits ein oder mehrere Male eingeschlagenen und daher leichteren Weges: das, was wir im menschlichen Leben die "Kraft der Gewohnheit" nennen.
So wie der Töpfer aus dem gestaltlosen Lehm Gefäße formt, so schaffen wir durch Taten, Worte und Gedanken aus dem noch ungeformten Material unseres Lebens und unserer Sinneseindrücke die Gefäße unseres künftigen Bewusstseins, nämlich das, was diesem Bewusstsein Form und Richtung gibt.
Beim Abscheiden aus dem einen und dem Eintreten in ein anderes Leben ist es das so geformte Bewusstsein, das den Keim des neuen Wesens bildet. Dies, am Anfang eines neuen Lebens stehende Bewusstsein (vijnana; Tib.: rnam-ses), ist im dritten Bilde dargestellt und zwar in der Gestalt eines an einem Zweige sich festhaltenden Affen. Denn so wie der Affe rastlos von Zweig zu Zweig springt, so springt das Bewusstsein von Objekt zu Objekt.
Bewusstsein kann aber nicht für sich allein bestehen. Es hat nicht nur die Eigenschaft unaufhörlich Vorstellungsobjekte zu ergreifen und das soeben Ergriffene um eines anderen willen zu lassen, sondern es hat auch die Fähigkeit, sich dauernd zu kristallisieren und sich in materielle Form und geistige Funktionen zu polarisieren. Daher heißt es, dass Bewusstsein die Quelle der "Geist-Körperlichkeit. (nama-rupa; Tib.: min-gzugs) ist, die Vorbedingung des geistigen und körperlichen Organismus, in dem die enge Beziehung zwischen Körperlichem und Geistigem, zwei im gleichen Boot fahrenden Menschen verglichen wird. Dies ist im vierten Bilde dargestellt, in dem wir einen Fährmann sehen, der zwei Leute in einem Boot übersetzt. (Der Fährmann gehört streng genommen nicht zum Bild.)
Die Geist-Körperlichkeit differenziert sich weiterhin und wirkt sich aus durch die sechs Sinne: (sadayatana; Tib.: skye-mched) das Denken, das Sehen, das Hören, das Riechen, das Schmecken und das Fühlen (Tastsinn).Diese Fähigkeiten sind wie die Fenster eines Hauses, durch die wir in die Außenwelt blicken. Sie werden darum als ein Haus mit sechs Fenstern dargestellt. Der Künstler, der das hier wiedergegebene Lebensrad schuf, nahm sich jedoch die Freiheit, im fünften Bild die Front des Tempels abzubilden, in dessen Vorhalle sich dieses Fresko befindet.
Im sechsten Bilde wird der Kontakt der Sinne mit ihren Objekten (sparsa; Tib.: reg-pa) als das erste Erblicken und die erste gegenseitige Berührung Liebender dargestellt.
Die aus dem Kontakt der Sinne mit ihren Objekten sich ergebende Empfindung (vedana; Tib.: tshor-ba) wird im siebenten Bilde als ein Mann dargestellt, der von einem Pfeil ins Auge getroffen ist.
Das achte Bild zeigt einen Trinker, der von einer Frau bedient wird. Es symbolisiert den Lebensdurst (trsna; Tib.: sred-pa), das Begehren, das durch angenehme Empfindungen hervorgerufen wird. (Der Pfeil im Auge soll nicht die Annehmlichkeit, sondern nur die Stärke der Empfindung und vielleicht auch ihre schmerzhaften Folgen in der Zukunft andeuten, die denjenigen, der sich von ihr überwältigen lässt, erwarten.)
Aus dem Lebensdurst entsteht das Ergreifen und Haften (upadana; Tib.: len-pa) an den begehrten Objekten. Dies wird im neunten Bilde dargestellt durch einen Mann, der von einem Baum Früchte pflückt und in eine Kiepe sammelt.
Aus der Verhaftung entsteht neues Werden (bhava; Tib.: srid-pa), was durch die Vereinigung von Mann und Weib im zehnten Bilde veranschaulicht wird.
Das Werden führt zur Wiedergeburt (jati; Tib.: skye-ba) in einem neuen Leben. Das elfte Bild zeigt demgemäß ein gebärendes Weib. Der Tibeter, dessen Haltung gegenüber geschlechtlichen Dingen von entwaffnender Natürlichkeit und Sachlichkeit ist, scheut sich nicht, die Vorgänge des Zeugens und Gebärens unzweideutig und unverhüllt darzustellen. Er legt größeren Wert auf Lebensnähe als auf philosophische Abstraktionen. Dennoch gelingt es ihm in seiner Symbolik (des Sichtbaren sowohl wie der Worte) Nuancen des geistigen Erlebens mit erstaunlicher Feinheit und Präzision auszudrücken. Seine Mystik ist nie lebensfremd, seine Philosophie nicht Ausdruck spekulativen Denkens, sondern Resultat praktischer Erfahrung. Aus der gleichen Haltung heraus bemüht er sich, auch dem einfachsten Geist religiöse Ideen zu veranschaulichen und durch Bild und Wort in den Bereich des konkreten Lebens einzubeziehen. Um allen Missdeutungen vorzubeugen, ist jedem der hier beschriebenen Symbolbilder eine kurze Inschrift beigegeben, wie "Affe: Bewusstsein", "blindes Weib Nichtwissen. und dergleichen.
Das zwölfte Bild stellt einen Mann dar, der einen Toten (nach tibetischem Brauch in hockender Stellung in Tücher gewickelt) auf seinem Rücken zur Leichenstätte trägt und illustriert das letzte der zwölf Glieder der Formel des "abhängigen Entstehens. (pratstyasamutpdda), das da sagt, dass alles Geborenwerden zu Alter und Tod (Jara-marana, Tib.: rgas-si) führt.
Dank solcher bildlicher Darstellungen ist diese Formel, die zum ältesten Gedankengut des Buddhismus gehört, in Tibet volkstümlicher als in irgendeinem anderen buddhistischen Lande.
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Leseprobe aus dem Buch: "Grundlagen tibetischer Mystik" von Lama Anagarika Govinda (S. 283 - 295)
https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensrad
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